Von der Not zur Tugend.

Eine Wohnungsbaugesellschaft aus Sachsen-Anhalt zeigt, wie es geht.
Das Problem besteht in vielen Mehrfamilienhäusern: Es fehlt ein ebenerdiger Platz für Kinderwagen, Rollatoren oder E-Scooter. Auch E-Bikes lassen sich aufgrund des hohen Gewichts nicht mehr einfach so in den Keller tragen. Die Folge für Familien mit kleinen Kindern: Der Kinderwagen muss durchs Treppenhaus geschleppt werden. Für die Familien nervig, für den Vermieter aufwendig. Verschmutzung, Kratzer und Reifenspuren an den Wänden zu vermeiden, ist nahezu unmöglich.
Noch schlimmer trifft es hilfsbedürftige Mieter. Solche, die auf Mobilitätshilfen angewiesen sind. Wohin mit dem Rollator oder dem E-Scooter? Zumal viele Krankenkassen eine Kostenbeteiligung von einem sicheren Abstellort abhängig machen.  So wird ein Wohnungswechsel oder ein Umzug in eine Pflegeeinrichtung unumgänglich.

Die kommunale Wohnungsbaugesellschaft mbH Coswig steuert aktiv dagegen.  So werden dort seit einige Wochen Minigaragen zur Vermietung angeboten. Die Minigaragen bieten den fehlenden, sicheren Stauraum. Die Aufstellung kann auch auf unbefestigten Flächen erfolgen, es sind keine Pflasterarbeiten notwendig. Ein weiteres Plus; Im Bedarfsfall können die Boxen auch versetzt werden.
Durch diese Aktion steigerte die WBG einerseits die Lebensqualität und Unabhängigkeit  der hilfsbedürftigen Mieter, erhöht die Attraktivität der Wohnungen und senkt die Mieterfluktuation.

So sorgt die Wohnungsbaugesellschaft für die Werterhaltung ihrer Immobilien unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit und eines guten Verhältnisses zu ihren Mietern. Das oberste Gebot ist die Balance zwischen Vermieter und Mieter, um für alle Vertragspartner zufriedenstellende Vertragsverhältnisse zu erzielen und den Mietern, in Zusammenarbeit mit den Hauseigentümern, ein schönes Wohnen in gepflegter Umgebung zu ermöglichen.

weiße rollabo XL von Wohnungsgenossenschaft gekauft und an Mieter weitervermietet