Alltagshilfen für Senioren: Mehr Selbstständigkeit erhalten

Sichere Aufbewahrung für Ihre Mobilitätshilfe: Rollator-Boxen
Inhaltsverzeichnis

Warum Alltagshilfen für Senioren immer wichtiger werden

Die demografische Entwicklung in Deutschland stellt unsere Gesellschaft vor wachsende Herausforderungen. Im Dezember 2023 waren bereits 5,69 Millionen Menschen pflegebedürftig, wobei etwa 86% von ihnen zu Hause versorgt wurden – meist durch Angehörige oder mit Unterstützung von Alltagshilfen. Besonders bemerkenswert: Mit steigendem Alter nimmt die Pflegebedürftigkeit drastisch zu, sodass bei den über 90-Jährigen bereits 87% auf Unterstützung angewiesen sind. Diese Zahlen werden in den kommenden Jahren weiter steigen und damit auch den Bedarf an praktischen Alltagshilfen erhöhen [Destatis].

Gleichzeitig zeigt sich eine besorgniserregende Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt für Pflegekräfte. Prognosen deuten darauf hin, dass bis 2049 eine Versorgungslücke von bis zu 690.000 Pflegekräften entstehen könnte. Diese Lücke zwischen steigendem Bedarf und sinkendem Angebot unterstreicht die wachsende Bedeutung von Alltagshilfen, die Selbstständigkeit fördern und professionelle Pflegekräfte entlasten können. In Deutschland gibt es mittlerweile rund 4.000 Anbieter für Alltagshilfen, die keine klassischen Pflegeleistungen erbringen, sondern gezielt bei der Bewältigung des täglichen Lebens unterstützen.

Wie erwachsene Kinder ihre Eltern unterstützen

Eine aktuelle Studie von Nordlight Research verdeutlicht, dass bereits zwei Drittel der erwachsenen Kinder ihre älteren Eltern aktiv im Verbraucheralltag unterstützen. Diese Hilfe reicht von der Beratung bei Telekommunikationsverträgen und Versicherungen bis hin zur regelmäßigen Begleitung beim Einkaufen. Mit zunehmendem Alter der Eltern steigt der Unterstützungsbedarf kontinuierlich an. Dennoch nutzen bislang nur etwa 9% der Senior*innen mobile Betreuungs- und Pflegeangebote, während lediglich 5% in betreuten Einrichtungen leben. Dies unterstreicht das große Potenzial für Alltagshilfen, die ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden ermöglichen.

Mobilität erhalten: Von Gehhilfen bis zu sicheren Aufbewahrungslösungen für Rollatoren und Rollstühle

Mobilität bedeutet Freiheit und Selbstbestimmung – gerade im Alter. Moderne Gehhilfen haben sich längst von ihrem angestaubten Image verabschiedet und präsentieren sich heute als funktionale, ergonomische Begleiter. Gehstöcke mit ergonomischen Griffen entlasten Gelenke und bieten durch rutschfeste Gummikappen sicheren Halt. Für mehr Stabilität sorgen Unterarmgehstützen oder Vierfußgehhilfen, die besonders bei Gleichgewichtsproblemen wertvolle Dienste leisten.

Rollatoren haben sich zum unverzichtbaren Mobilitätshelfer entwickelt. Leichte Aluminiumrahmen, ergonomische Handgriffe und stabile Bremssysteme ermöglichen sichere Bewegung im Alltag. Besonders praktisch sind Modelle mit integrierter Sitzfläche für Pausen und Transportkörben für Einkäufe. Für Menschen mit eingeschränkter Gehfähigkeit bieten Rollstühle – von leichten Faltrollstühlen bis zu elektrisch betriebenen Modellen – die Möglichkeit, weiterhin aktiv am Leben teilzunehmen [BMFSFJ].

Sichere Aufbewahrung von Mobilitätshilfen

Eine oft übersehene Herausforderung ist die sichere Aufbewahrung dieser wertvollen Mobilitätshilfen. Gerade in Mehrfamilienhäusern fehlt häufig der Platz, um Rollatoren oder Rollstühle wettergeschützt und diebstahlsicher zu verstauen. Das mühsame Tragen durch enge Treppenhäuser stellt viele Senior*innen vor tägliche Probleme. Hier bieten spezielle Außenunterstände wie die rollabo-Serie von Kiwabo eine praktische Lösung: Die abschließbaren, wettergeschützten Boxen aus wetterfestem Material können vor dem Haus platziert werden und bieten je nach Modell Platz für Rollatoren, Rollstühle oder E-Rollstühle – teilweise sogar mit integrierten Rampen und optionalem Stromanschluss zum Laden von Akkus.

Für die tägliche Nutzung im Haushalt sind auch kleinere Hilfsmittel wertvoll. Treppenlifte ermöglichen die Überwindung von Stockwerken, während Haltegriffe an strategischen Stellen wie Badewanne, Toilette oder Treppe zusätzliche Sicherheit bieten. Rutschfeste Matten verhindern Stürze auf glatten Böden. All diese Mobilitätshilfen tragen dazu bei, dass Senior*innen länger selbstständig in ihrer vertrauten Umgebung leben können und gleichzeitig das Unfallrisiko deutlich reduziert wird.

Sicherheit im Haushalt: Praktische Hilfsmittel für mehr Unabhängigkeit im eigenen Zuhause

Der eigene Haushalt birgt für Senior*innen zahlreiche Herausforderungen, die mit den richtigen Hilfsmitteln jedoch gut zu bewältigen sind. In der Küche sorgen Schneidehilfen mit ergonomischen Griffen, rutschfeste Unterlagen und höhenverstellbare Arbeitsflächen für mehr Sicherheit bei der Zubereitung von Mahlzeiten. Besonders praktisch sind spezielle Öffnungshilfen für Flaschen und Gläser, die das Aufdrehen auch bei nachlassender Handkraft ermöglichen. Geschirr mit verstärkten Griffen und Antirutsch-Unterlagen verhindert zudem ungewolltes Verrutschen während des Essens.

Im Badezimmer, wo Nässe und glatte Oberflächen ein erhöhtes Sturzrisiko darstellen, bieten Duschhocker und Badewannensitze wertvolle Unterstützung. Erhöhte Toilettensitze erleichtern das Hinsetzen und Aufstehen, während Haltegriffe an strategischen Stellen zusätzliche Stabilität verleihen. Für die persönliche Hygiene haben sich Langstielbürsten und Greifhilfen bewährt, die das Erreichen schwer zugänglicher Körperstellen ohne Verrenkungen ermöglichen [marta].

Intelligente Lösungen für den Wohnbereich

Der Wohnbereich profitiert von durchdachten Anpassungen wie höhenverstellbaren Sesseln mit Aufstehhilfe, die das Hinsetzen und Aufstehen erheblich erleichtern. Spezielle Greifzangen ermöglichen das Aufheben von Gegenständen vom Boden, ohne sich bücken zu müssen. Für Menschen mit eingeschränkter Feinmotorik bieten Schlüsseldrehhilfen und vergrößerte Lichtschalter eine willkommene Unterstützung im Alltag.

Besondere Aufmerksamkeit verdient die Beleuchtung: Bewegungsmelder in Fluren und im Badezimmer sorgen für automatisches Licht und reduzieren das Sturzrisiko erheblich. Nachtlichter mit Dämmerungssensoren bieten Orientierung bei nächtlichen Wegen zur Toilette. Für mehr Sicherheit sorgen auch Hausnotrufsysteme mit Notfallknöpfen, die am Handgelenk getragen werden können. Bei einem Sturz oder anderen Notfällen wird auf Knopfdruck automatisch Hilfe alarmiert – ein beruhigendes Gefühl nicht nur für die Senior*innen selbst, sondern auch für deren Angehörige.

Digitale Alltagshelfer: Wie moderne Technologien den Alltag älterer Menschen erleichtern können

Die Digitalisierung eröffnet völlig neue Möglichkeiten, um den Alltag im Alter zu erleichtern. Entgegen mancher Vorurteile zeigen Studien, dass viele Senior*innen durchaus offen für technische Innovationen sind, sofern diese einen konkreten Nutzen bieten und intuitiv bedienbar sind. Besonders Smart-Home-Technologien haben sich als wertvolle Unterstützung erwiesen: Sprachgesteuerte Assistenzsysteme ermöglichen die Steuerung von Licht, Heizung und Unterhaltungselektronik ohne komplizierte Bedienung. Mit einfachen Sprachbefehlen lassen sich Anrufe tätigen, Erinnerungen für Medikamenteneinnahmen einstellen oder Informationen abrufen – eine enorme Erleichterung bei eingeschränkter Mobilität oder nachlassender Sehkraft [BMFSFJ].

Für mehr Sicherheit sorgen intelligente Sensorsysteme, die ungewöhnliche Aktivitätsmuster erkennen können. Wird etwa die Küche über einen längeren Zeitraum nicht betreten oder bleibt die morgendliche Routine aus, kann automatisch ein Hinweis an Angehörige oder Pflegepersonal gesendet werden. Sturzerkennungssysteme lösen im Notfall selbstständig Alarm aus, ohne dass ein Knopf gedrückt werden muss – besonders wertvoll, wenn nach einem Sturz keine Bewegung mehr möglich ist.

Telemedizin und digitale Gesundheitshelfer

Die Telemedizin hat sich als bedeutende Ergänzung der medizinischen Versorgung etabliert. Videosprechstunden ersparen beschwerliche Wege zum Arzt, während digitale Gesundheitshelfer an regelmäßige Medikamenteneinnahmen erinnern und Vitalwerte überwachen können. Automatische Medikamentenspender mit Erinnerungsfunktion sorgen für die korrekte Dosierung und Einnahmezeit – ein wichtiger Beitrag zur Therapietreue und Sicherheit.

Auch die soziale Integration profitiert von digitalen Lösungen. Vereinfachte Videotelefonie-Anwendungen ermöglichen den regelmäßigen Kontakt mit Familie und Freunden, selbst wenn diese weit entfernt leben. Online-Gemeinschaften für Senior*innen bieten zudem Austausch mit Gleichgesinnten und helfen, Einsamkeit zu überwinden. Besonders während der Pandemie haben sich diese digitalen Kommunikationswege als unverzichtbar erwiesen und vielen älteren Menschen geholfen, trotz physischer Distanz in Verbindung zu bleiben.

Ihre Mobilität – sicher geschützt

Bewahren Sie Rollator oder Rollstuhl wettergeschützt und diebstahlsicher vor der Tür auf – ohne Treppen, ohne Kraftaufwand.

Quellenverzeichnis

  1. Statistisches Bundesamt (Destatis). Mehr Pflegebedürftige. Stand 2025. https://www.destatis.de/DE/Themen/Querschnitt/Demografischer-Wandel/Hintergruende-Auswirkungen/demografie-pflege.html
  2. Nordlight Research. Trendmonitor Deutschland: Wie erwachsene Kinder ihre alternden Eltern im Verbraucheralltag unterstützen. https://www.nordlight-research.com/de/publikationen/presse/presse-detail/trendmonitor-deutschland-wie-erwachsene-kinder-ihre-alternden-eltern-im-verbraucheralltag-unterstuetzen.html
  3. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Achter Altersbericht – Ältere Menschen und Digitalisierung. https://www.bmfsfj.de/resource/blob/159704/31d38e4cfca1d0757dba7bd09315aa78/achter-altersbericht-aeltere-menschen-und-digitalisierung-data.pdf
  4. marta. Alltagshilfen für Senioren – Welche Möglichkeiten gibt es? https://www.marta.de/alltagshilfen-fur-senioren
  5. Bertelsmann Stiftung. Themenreport „Pflege 2030“. Veröffentlicht 2021. https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/BSt/Publikationen/GrauePublikationen/GP_Themenreport_Pflege_2030.pdf
Bild von Christopher Weide
Christopher Weide

Erfinder und Gründer von kiwabo

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