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Sicherheit hat Vorfahrt: Radfahrer im Straßenverkehr

08 Dez

Fahrradfahrer sind unterlegen

Ohne schützendes Blech, geschweige denn mit einem Airbag ausgestattet, sind Fahrradfahrer die am meisten gefährdeten Verkehrsteilnehmer. Anders als Fußgänger müssen sie sich ihren Weg nur allzu oft mit den motorisierten Fahrern teilen, denn Fahrradwege sind in vielen Innenstädten Fehlanzeige. Und selbst Motorradfahrer sind mit ihren Lederanzügen und Helmen besser vor Verletzungen gewappnet als Radler.

Dass ein Helm auch für Radfahrer und Radfahrerinnen ein absolutes Muss im Straßenverkehr darstellt, sollte jedem klar sein – doch leider tragen die wenigsten Erwachsenen solch eine harte Schale auf ihrem Kopf. Unfälle können da böse ausgehen. Wie Sie Gefahrensituationen möglichst effektiv vermeiden können, erfahren Sie in diesem Beitrag.

5 Verkehrsregeln – zur eigenen Sicherheit

 

1. Rücksicht und Vorsicht gehen Hand in Hand

Neben dem Tragen eines Helmes können Radfahrerinnen und Radfahrer am besten für ihre eigene Sicherheit im Straßenverkehr sorgen, indem sie ein paar einfache Verhaltensregeln befolgen.
Das A und O ist es natürlich, vorsichtig Rad zu fahren und auf andere Rücksicht zu nehmen. Insbesondere ältere Menschen und Kinder sind auf eine umsichtige Fahrweise der anderen Verkehrsteilnehmer angewiesen. Rücksichtsvoll zu fahren, bedeutet eben auch automatisch, vorsichtig zu fahren.

Dass andere (Rad-)Fahrer und Fußgänger Fehler machen können, wird einkalkuliert – und macht uns gleichzeitig bewusst, dass auch wir selbst nicht davor gefeit sind, in bestimmten Situationen falsch zu reagieren. Sich die eigene Verletzlichkeit gegenüber den motorisierten Verkehrsteilnehmern vor Augen zu führen, bewahrt uns davor, zu offensiv zu fahren. Es gilt, den Verkehr zu beobachten und den eigenen Blick zu schulen, um mögliche Gefahrensituationen besser erkennen zu können.

2. Eindeutige Handzeichen und Blickkontakt

Ohne Handzeichen abzubiegen, ist eine Untugend, die Fahrradfahrer und Fahrradfahrerinnen das Leben kosten kann. Denn wer einen Richtungswechsel nicht vorab eindeutig zu erkennen gibt, wird für die anderen Verkehrsteilnehmer unberechenbar und gefährdet auch deren Sicherheit.

Da im Straßenverkehr ein jeder auf die Vorsicht und Rücksicht der übrigen Teilnehmer und Teilnehmerinnen angewiesen ist, ist es unabdingbar, miteinander in Blickkontakt zu treten. Nur wer sich mit eigenen Augen vergewissert, ob die eigene Vorfahrt geachtet wird, kann auch tatsächlich ungefährdet voran fahren.

3. Sicherheitszonen auf allen Wegen

Auf Radwegen sind Radfahrer und Radfahrerinnen in Sicherheit? Schön wär’s – doch auch hier werden sie von den motorisierten Verkehrsteilnehmern nicht immer wahrgenommen. Der Tote Winkel führt gerade bei LKW-Fahrern dazu, dass sie trotz diverser Rückspiegel das Geschehen auf dem Radweg übersehen. So wird insbesondere das Rechtsabbiegen zur Gefahr für die Radlerinnen und Radler. Deshalb gilt: Je größer die Räder des Kraftfahrzeuges, desto größer sollte auch der eingehaltene Abstand sein.

Eine weitere Gefahrenquelle für Fahrradfahrer stellen parkende Autos dar: Um nicht mit plötzlich geöffneten Autotüren zu kollidieren, sollten mindestens eineinhalb Meter Platz zwischen Radlern und abgestellten PKWs bleiben.

4. Schulterblick nicht vergessen!

Rund ein Drittel aller Verkehrsteilnehmer praktiziert keinen Schulterblick. Eine alarmierende Zahl, die schon zu etlichen tödlichen Unfällen geführt hat – Unfälle, die eigentlich ganz leicht zu vermeiden gewesen wären: mit einem Blick zurück.

Vor allem wenn Autofahrer und Autofahrerinnen den typischen Fehler machen und den Schulterblick vergessen, sind Radfahrer und Radfahrerinnen extrem gefährdet. Immer wieder werden sie nicht als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer registriert und gehen im Straßenverkehr unter – mit tödlichen Folgen. Hier muss dringend gute Aufklärung Abhilfe schaffen.

5. Die Sache mit dem Bauchgefühl

Auch wenn wir mit unserem Drahtesel unterwegs sind, ist neben der rationalen Einschätzung von Situationen im Straßenverkehr ein bestimmtes Bauchgefühl zur Unfallvermeidung gefragt. Letztlich können nur wir als Individuen entscheiden, wie unser eigenes Verhalten zu einem größtmöglichen Sicherheitsgefühl beitragen kann. Ist uns bei der Überquerung dieser unübersichtlichen Kreuzung nicht ganz wohl, steigen vielleicht lieber ab und schieben das Rad. Sind die Radwege zu eng geführt, weichen wir eventuell mit einem besseren Gefühl auf die Straße aus.

Dieses bessere Gefühl macht uns zu besseren Radfahrern – zu Verkehrsteilnehmern, die für sich und andere Verantwortung übernehmen. Denn nur die Sicherheit hat immer Vorfahrt.