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Fahrradanhänger: Mehr als nur einfaches Zubehör

05 Aug

Wer macht sich schon wirklich Gedanken zum Thema Fahrradanhänger, bevor eine Kaufentscheidung aus praktischen Gründen ansteht? Das Fahrrad selbst ist das eine: Als Statussymbol oder Designschmuckstück ist es manchen Leuten wichtig genug, um tagelang Kataloge zu wälzen und Diskussionen am Essenstisch zu führen, bevor eine Entscheidung fällt.

Aber Anhänger? Ist das nicht im weitesten Sinne Zubehör und somit beliebig? Tatsächlich lohnt es sich, darüber ebenso intensiv nachzudenken wie über die Wahl des richtigen Fahrrads und nicht den erstbesten Untersatz zu wählen. Die Bedarfe und Modelle sind zu verschieden, und schnell bereut man die Entscheidung…

Das kleine Einmaleins der Fahrradanhänger

Zunächst einmal kann man Fahrradanhänger danach unterscheiden, ob sie auf einem oder auf zwei Rädern basieren. Zwar sind Anhänger mit nur einem Rad wendiger in Kurven und vollziehen die Bewegungen der Fahrerin oder des Fahrers gerade bei höheren Geschwindigkeiten besser nach; zudem sind sie leichter anzuschließen. Allerdings ist diese Konstruktionsweise alles andere als stabil. Gerade wenn es um den Transport von Kindern geht, verbieten sich einrädrige Fahrradanhänger.

Modelle mit zwei Rädern sind zwar nicht für das Fahren mit hohem Tempo ausgelegt, aber andererseits wird wohl kaum jemand mit Anhänger beim Radrennen antreten wollen. Insofern sind die Stabilität sowie die wesentlich größere Tragfähigkeit als klare Vorteile zu nennen.

Neben dem Konstruktionsprinzip lassen sich Fahrradanhänger auch nach der Nutzungsart unterscheiden. Drei Haupt-Zwecke lassen sich hier differenzieren:

1. Fahrradanhänger für den Lastentransport

Wer zum Einkaufen fährt und den Wasserkasten anschließend nicht unter den Arm klemmen und nach Hause tragen möchte, für den empfiehlt sich die Anschaffung eines entsprechenden Anhängers unbedingt. Allerdings schwanken die Modelle stark in ihren Belastungsgrenzen – von 14 kg bis 250 kg reicht die Spannbreite der Maximalbelastung, so dass man als Käuferin oder Käufer sorgsam wählen sollte. Außerdem sollte man bedenken, dass Modelle mit höherer Belastbarkeit auch entsprechend stabiler gebaut sind. Das bedeutet: Es braucht mehr Power beim Strampeln, und ggf. lassen sich die Anhänger nicht ohne Weiteres hoch in die Wohnung oder in den Keller tragen, denn auch das Gewicht erhöht sich proportional zur Stabilität des Materialverbunds.

2. Fahrradanhänger für den Kindertransport – Kinderanhänger

Der weitaus häufigste Grund für den Kauf eines Fahrradanhängers! Kinderanhänger haben im Sinne der Fahrsicherheit und Kurvenlage stets einen sehr tiefen Schwerpunkt sowie weit auseinander liegende Räder. Daneben darf auch der Komfort nicht zu kurz kommen, was Mama oder Papa spätestens bei der zweiten roten Ampel zu schätzen lernen: Je bequemer der Anhänger, desto weniger schnell nörgeln die Kleinen. Sitzpolster sind natürlich von Vorteil. Mit Blick auf die Sicherheit machen zudem Gurte Sinn. Besonderes Extra dieses Fahrradanhänger-Typs: Kinderanhänger lassen sich meist auch als Kinderwagen nutzen.

Fahrradanhänger

3. Fahrradanhänger für Nischenzwecke

Auch für Nischennutzungen gibt es entsprechende Anhänger. Beispiel Kajak-Transport: Wenn man per PKW längst nicht mehr weiterkommt, kann man per Rad und Fahrradanhänger sein Boot auch über noch so unwegsame Waldwege zum Wasser transportieren. Hierfür existieren eigens entwickelte Systeme, die in ihrer Konstruktion speziell auf diesen Nutzungszweck ausgerichtet sind.

Übrigens muss es nicht immer die teure Neuanschaffung aus dem Fachladen sein: Gerade Familien mit Kindern, die aus dem entsprechenden Alter herausgewachsen sind, verkaufen ihre Anhänger gerne gebraucht. Stöbern lohnt sich also.